31.08.2022 | Dr. Philipp Gusinde

Industrieholdings als krisenfeste Finanzpartner

Speziell in solch wirtschaftlich unruhigen Zeiten stellt sich die Frage nach potenziellen Finanzpartnern. Vielfach kommt es hier zu einer Entscheidung zwischen einem klassischen Finanzinvestor und einer Industrieholding, und hängt unter anderem davon ab, wie tief und langfristig die Partnerschaft sein soll.

Aktuelles Stichwort

Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg und eine sich signifikant verschärfende Energiekrise: Die vergangenen Monate haben Unternehmen erneut maximal gefordert. Und auch künftig werden wir Herausforderungen wie Lieferkettenunterbrechungen bewältigen müssen – vor allem der deutsche Mittelstand ist einmal mehr gefordert, seine wirtschaftliche Stabilität zu sichern und sich für die Zukunft zu stärken.

Speziell in solch wirtschaftlich unruhigen Zeiten stellt sich die Frage nach potenziellen Finanzpartnern. Vielfach kommt es hier zu einer Entscheidung zwischen einem klassischen Finanzinvestor und einer Industrieholding, und hängt unter anderem davon ab, wie tief und langfristig die Partnerschaft sein soll. Der klassische Finanzinvestor tritt als Fondsmanager auf, er verwaltet Drittgelder und sein Agieren ist meist exit- und rein renditeorientiert.

Eine Industrieholding setzt dagegen aufgrund einer wesentlich längeren Haltedauer vor allem auf eine langfristige, nachhaltige Unternehmensentwicklung. Neben der finanziellen Unterstützung ist dabei eine starke, operative Einbindung entscheidend, bei der nicht nur rasch wirkende Maßnahmen ergriffen werden, sondern auch solche, die ihre Wirkung erst nach einigen Jahren entfalten. Ziel ist es, eine wirtschaftliche Entwicklung zu fördern, die das Unternehmen dauerhaft und auch über den Zeitpunkt des Ausstiegs des Finanzpartners hinaus voranbringt. Zudem verfügen Industrieholdings häufig über jahrelange, tiefgreifende Branchenerfahrung – speziell in Krisenzeiten kann dies für Unternehmen von enormem Vorteil sein. Die Vorteile einer Industrieholding zeigen sich nicht zuletzt auch in einer durchweg unternehmerischen, anpackenden Prägung der handelnden Personen, wodurch Finanzpartner und Mittelständler bestmöglich und auf Augenhöhe zusammenarbeiten können.

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