Seit Jahrzehnten bilden die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und China einen maßgeblichen Pfeiler der Beziehungen beider Länder. Lange wurde diese wirtschaftliche Verflechtung begrüßt und gefördert. Chinas dreijährige Abschottung durch die „Zero-Covid-Strategie“, der Krieg Russlands in der Ukraine und die zunehmende Politisierung der Wirtschaft durch die Kommunistische Partei Chinas haben in Deutschland die Sorge vor dieser wirtschaftlichen Verflechtung verstärkt. In diese Stimmung hinein begab sich Annalena Baerbock auf ihre erste Chinareise als deutsche Außenministerin und sprach dabei ausführlich mit Vertretern der deutschen Wirtschaft in China. Wir alle, die an diesem Austausch direkt beteiligt waren, haben mit Erleichterung vernommen, dass das Außenamt keine Entkoppelung von China anstrebt.