heute oft nicht mehr verfügbar – sei es aus fehlendem Interesse, geografischer Entfernung oder schlicht, weil die Familiengröße geschrumpft ist. schnittliche Umsatzsteigerung von 5 bis 7 Prozent pro Jahr erzielen – deut- lich mehr als der Branchendurch- schnitt. Für den Inhaber ist der Prozess des Los- lassens oft ein Drahtseilakt. Wie kann er sicherstellen, dass sein Lebenswerk in guten Händen bleibt? Die Antwort lautet inzwischen für viele: Verkauf an einen Finanzinvestor. Private Equity: Partner, nicht Gegner Private-Equity-Investoren haben ein einfaches Ziel: Unternehmen langfris- tig erfolgreich zu machen. Dabei brin- gen sie weitaus mehr als nur Kapital mit. Sie investieren Zeit, Expertise und Netzwerke, um die Betriebe zu moder- nisieren, digitale Potenziale zu heben und Wachstumsmärkte zu erschlie- ßen. Beteiligungsgesellschaften inves- tieren nicht über feindliche Übernah- men. Ihr Einstieg erfolgt in enger Abstimmung und mit Unterstützung von Gründern und Unternehmerfami- lien. Eine typische Unternehmens- übernahme durch Private Equity ver- läuft in drei Phasen: 1. Stabilisierung: Nach der Über- nahme werden Strukturen und Prozesse analysiert, professionali- siert und neu ausgerichtet 2. Wachstum: Investoren öffnen Türen zu internationalen Märkten, ermöglichen Produktinnovationen und fördern digitale Trans- formationen. 3. Nachhaltigkeit: Der Fokus liegt zunehmend auf einer ESG- konformen Ausrichtung (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung), um nicht nur Renditen zu erzielen, sondern auch nachhaltigen Mehr- wert zu schaffen. Private Equity übernimmt nicht nur, es transformiert – und das oft mit beein- druckendem Erfolg. Eine Studie von Bain & Company zeigt, dass Unterneh- men unter der Führung von Private- Equity-Gesellschaften eine durch- Arbeitsplätze sichern, Innovation fördern Es gibt einen Mythos, der hartnäckig bleibt: Private Equity sei ausschließlich auf kurzfristige Profite aus. Doch die Realität sieht anders aus. Eine Analyse unseres Verbandes belegt, dass Gesell- schaften mit Beteiligungskapital an Bord rund 1,4 Millionen Arbeitsplätze darstellen. Auch der BVK hat in seiner Mittelstandsstudie zusammen mit dem IfW aufgezeigt, dass sich mit Beteili- gungskapital finanzierte Unternehmen nach dem Investoreneinstieg insgesamt positiv entwickeln und bei zentralen Kennzahlen wie Umsatz, Beschäfti- gungswachstum, Investitionen oder Eigenkapitalquote die Vergleichsunter- nehmen übertreffen. „ Private Equity sei ausschließlich auf kurz- fristige Profite aus. Doch die Realität sieht anders aus. Eine Analyse unseres Verbandes belegt, dass Gesellschaften mit Beteili- gungskapital an Bord rund 1,4 Millionen Arbeitsplätze darstellen. “ Durchschnittlich sind Beteiligungsge- sellschaften nach BVK-Analysen fünf Jahre an mittelständischen Portfolio- unternehmen beteiligt. Jedes fünfte Unternehmen wird länger als sieben Jahre begleitet. Private Equity denkt nicht in Quartalen, sondern in Genera- tionen. Sie helfen Familienunterneh- men, ihre Strukturen zu professionali- sieren, ohne den Charakter des Betriebs zu verlieren. Besonders in Sektoren wie der Industrie, Technologie oder dem Health- und Medtech-Bereich sind Finanzinvestoren oft der Katalysator, den die Unternehmen brauchen, um den nächsten Schritt zu gehen. Lesenswert 9 „ Private Equity denkt nicht in Quartalen, son- dern in Generationen. Sie helfen Familienunterneh- men, ihre Strukturen zu professionalisieren, ohne den Charakter des Betriebs zu verlieren. “ Der Vorteil für den deutschen Mittelstand Deutschland ist stolz auf seinen Mittel- stand – und das zu Recht. Doch ohne die richtigen Rahmenbedingungen wird diese Stärke zum Risiko. Finanzin- vestoren bieten hier Lösungen, die auf die spezifischen Bedürfnisse mittel- ständischer Unternehmen zugeschnit- ten sind: • Flexibles Kapital: Private Equity investiert dort, wo Banken oft zö- gern. Ob es um die Modernisierung einer Produktionshalle oder die Entwicklung neuer Produkte geht – das notwendige Kapital ist schnell verfügbar. • Strategische Expertise: Die Investoren bringen nicht nur Geld, sondern auch strategisches Know- how. Ein internationales Netzwerk und Branchenkenntnisse helfen Unternehmen, auf Augenhöhe mit globalen Wettbewerbern zu agieren. • Nachfolgeregelung: Private Equity ermöglicht einen sanften Übergang, der nicht nur den Fortbestand, son- dern regelmäßig unter weiterer Einbindung der Gründer oder der Familie auch den Erfolg eines Unternehmens sichert. Emotionale Stärke, rationale Entscheidungen Wer sein Unternehmen verkauft, durchlebt oft einen Prozess, der tief emotional ist. Es geht um Vertrauen, um den Glauben, dass die neuen Eigen- tümer die Werte des Unternehmens weitertragen werden. Gerade hier kön- nen Finanzinvestoren punkten, die in 1 // 2025