03.09.2021 | Marcus Höfer

Exit Readiness: Management-Reporting und Datenmanagement während des Exit-Prozesses

Der Exit-Prozess ist für eine Beteiligung im Private-Equity-Umfeld und dessen Management sicherlich eine der arbeitsintensivsten Phasen der gesamten Investmentperiode, seien es Termine samt Managementpräsentation oder Anfragen der potenziellen Bieter und deren Buyside-Berater zur Unternehmensperformance.

Aktuelles Stichwort

Der Exit-Prozess ist für eine Beteiligung im Private-Equity-Umfeld und dessen Management sicherlich eine der arbeitsintensivsten Phasen der gesamten Investmentperiode, seien es Termine samt Managementpräsentation oder Anfragen der potenziellen Bieter und deren Buyside-Berater zur Unternehmensperformance.

Das Reporting und die Datenhoheit liegen hier immer im Portfoliounternehmen, und das Management ist stets für Analysen und Auswertungen verantwortlich, die zum Verkaufsprozess erzeugt werden.

Daher ist es immens wichtig, vor Beginn der Verkaufsgespräche das Unternehmen sowie das Management auf den Exit in Sachen Datenmanagement und Reporting vorzubereiten. Hier bietet sich zum einen an, konkrete Key Performance Indicators (KPIs) mit dem Management und dem Investor zu definieren und  zum anderen eine einheitliche und konsolidierte Datenbasis, welche sowohl Finanzdaten als auch operative Daten über die gesamte System- und Toolinfrastruktur bündelt, zu implementieren.

Mit einer solch intelligenten und strukturierten Datenquelle schafft das Unternehmen Transparenz in Bezug auf deren KPIs sowie gegebenenfalls Wertehebel vor Beginn des Verkaufsprozesses. Zusätzlich bietet es die Möglichkeit, ein standardisiertes, automatisiertes und multidimensionales Reporting mit modernen Tools (BI-Applikationen wie Microsoft Power BI) im Unternehmen nachhaltig zu etablieren. Anfragen von potenziellen Bietern und deren Beratern zu beispielsweise Umsatzverticals (Kunden, Geographie, Produktgruppen, etc.) im Zeitverlauf, Segmentierung nach Partner- versus Direktvertrieb und Kosten-Breakdowns sind dadurch effizienter, schneller und konkreter zu beantworten.

State-of-the-Art Datenmanagement und ein aussagekräftiges Management-Reporting ermöglichen Transparenz und nachhaltige Entscheidungen im Verkaufsprozess für alle relevanten Stakeholder.

triangle_left Vorherige
“For Alstom, this acquisition is key to accelerating its strategic plan and creating a European player in the mobility sector“
Nächste triangle_right
Healthcare M&A: Ein Sektor in Bewegung

Das könnte Sie auch interessieren

07 Oct 2026
M&A Review Articles M&A fusionskontrolle Law
Neue Leitlinien zur EU-Fusionskontrollverordnung: Mehr Raum für Wettbewerbsvorteile - und Interventionen?
Fast 20 Jahre nach der letzten umfassenden Überarbeitung präsentiert die Europäische Kommission neue Leitlinien für die EU-Fusionskontrollverordnung, die den Prüfungsrahmen für die Beurteilung von Zusammenschlüssen konkretisieren. Nach der Veröffentlichung des Entwurfs im April 2026 sollen die Leitlinien noch in diesem Jahr finalisiert werden. Die gesetzlichen Regeln bleiben unverändert. Der Entwurf fasst vielmehr die bisherige Prüfungspraxis der Kommission zusammen und benennt ihre künftigen Prioritäten. Insbesondere sehen die neuen Leitlinien vor, dass die Kommission ein breiteres Spektrum an Wettbewerbsparametern berücksichtigen und möglichen wettbewerbsfördernden Wirkungen von Zusammenschlüssen größeren Raum einräumen wird. Zudem will die Kommission ein deutlich breiteres Arsenal möglicher Schadenstheorien prüfen. Damit will sie die Freigabe wettbewerbsfördernder Zusammenschlüsse und das Wachstum europäischer Unternehmen erleichtern - ob dies gelingt, wird jedoch von ausgewogenen Beweisstandards und der praktischen Anwendung der Leitlinien abhängen.