Gedämpfte, aber leicht positive Entwicklung am deutschen M&A-Markt
Achte Erhebung des M&A Klima Monitors zeigt vorsichtige Stabilisierung zum Jahresende
Der Bundesverband Mergers & Acquisitions (BMA) hat die Ergebnisse des aktuellen M&A Klima Monitors für das vierte Quartal 2025 vorgestellt. Bereits zum achten Mal wurde die Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Bristol durchgeführt. Sie basiert auf einer Befragung von 71 Unternehmen aus Beratung, Corporate M&A und mittelständischen Betrieben. Die Untersuchung gibt Einblicke in Marktstimmung, Transaktionsaktivität, Motive für Zu- und Verkäufe sowie Gründe für Transaktionsabbrüche.
Die Stimmung am deutschen M&A-Markt bleibt insgesamt gedämpft. Im Vergleich zu den Vorquartalen zeigt sich jedoch über alle Größenklassen hinweg eine ähnliche, leicht positive Entwicklung. Geopolitische Unsicherheiten und konjunkturelle Rahmenbedingungen haben das vierte Quartal weiterhin stark geprägt und sorgen für eine insgesamt zurückhaltende Markteinschätzung.
„Der Markt zeigt sich zum Jahresende stabiler, bleibt aber vorsichtig. Unternehmen agieren diszipliniert und selektiv, ohne bereits von einer echten Trendwende zu sprechen“, kommentiert Jan Pörschmann, Vorstandsvorsitzender des BMA.
Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung: Leichter Anstieg in Deutschland
Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung entwickeln sich weiterhin differenziert. 24,6 % der Befragten rechnen mit einer positiven Entwicklung in Deutschland – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem dritten Quartal (15 %). Für Europa bleibt die Einschätzung mit 25,3 % nahezu unverändert. Global bestehen weiterhin wirtschaftliche Bedenken, insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen.
Zukäufe bleiben strategisch ausgerichtet
Zukäufe spielen auch im vierten Quartal eine zentrale Rolle. Seit dem dritten Quartal 2024 bewegt sich das Interesse an Akquisitionen auf konstant hohem Niveau. Rund 55 % der Befragten beschäftigen sich aktuell mit Verkäufen, die Aktivität zeigt sich jedoch volatiler als auf der Käuferseite.
Die wichtigsten Motive für Zukäufe sind unverändert die Stärkung der Marktposition, der Zugang zu neuen Märkten sowie der Erwerb von Know-how und Technologien. Transaktionen finden überwiegend im Kerngeschäft statt.
„Die Ergebnisse unterstreichen, dass Wachstum und strategische Weiterentwicklung im Fokus stehen. Unternehmen investieren gezielt und langfristig – nicht aus kurzfristigem Kostendruck heraus“, erläutert Prof. Dr. Florian Bauer, Studienleiter und Professor an der Universität Bristol.
Verkäufe und Transaktionsabbrüche: Fokus auf Kerngeschäft bleibt bestehen
Auf der Verkaufsseite dominieren weiterhin Corporate Divestitures, Nachfolgeregelungen und wachstumsbedingte Portfolioanpassungen. Diese Motive spiegeln den anhaltenden Fokus der Unternehmen auf ihr Kerngeschäft wider.
Rund 40 % der befragten Unternehmen haben im vierten Quartal 2025 eine Transaktion abgebrochen. Hauptgründe sind nach wie vor unterschiedliche Kaufpreisvorstellungen, Ergebnisse aus der Due Diligence sowie negative Entwicklungen im laufenden Geschäft („Current Trading“) vor Abschluss.
Ausblick: Vorsichtige Stabilisierung zum Jahreswechsel
Die Ergebnisse des vierten Quartals deuten auf eine vorsichtige Stabilisierung des deutschen M&A-Markts hin. Zwar bleibt das Umfeld herausfordernd, die leicht verbesserten Wirtschaftserwartungen und die konstante strategische Aktivität auf der Käuferseite könnten jedoch eine Grundlage für eine moderat positive Entwicklung im Jahr 2026 bilden.
Die vollständige Auswertung finden Sie hier:
Die vollständige Auswertung finden Sie hier: https://s.manda.co/Klimamonitor-Q4-25-Ergebnisse