Leichte Aufhellung zum Jahresauftakt: Ergebnisse des 9. M&A Klima Monitors Q1 2026
Der Bundesverband Mergers & Acquisitions (BMA) hat die Ergebnisse des aktuellen M&A Klima Monitors für das erste Quartal 2026 veröffentlicht.
Der Bundesverband Mergers & Acquisitions (BMA) hat die Ergebnisse des aktuellen M&A Klima Monitors für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Die gemeinsam mit der Universität Bristol durchgeführte Erhebung basiert auf einer Befragung von 64 Unternehmen aus Beratung, Corporate M&A und mittelständischen Betrieben und liefert einen fundierten Überblick über Marktstimmung, Aktivität sowie zentrale Entwicklungen im M&A-Umfeld.
Gedämpfte Stimmung bei verbesserten Erwartungen
Die Ergebnisse zeigen, dass der deutsche M&A-Markt weiterhin von einer zurückhaltenden Grundstimmung geprägt ist. Gleichzeitig deuten mehrere Indikatoren auf eine leichte Stabilisierung hin. Insbesondere die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland haben sich zum Jahresbeginn spürbar verbessert. Europa wird weiterhin etwas optimistischer eingeschätzt, während global nach wie vor Unsicherheiten bestehen – insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen.
M&A-Aktivität stabil, Bewertungen unter Druck
Die Entwicklung der M&A-Aktivität zeigt ein insgesamt stabiles Bild. Neu-Anfragen und potenzielle Projektabschlüsse werden überwiegend konstant bis leicht positiv bewertet. Gleichzeitig erwarten viele Marktteilnehmer eine rückläufige Entwicklung der Bewertungen. Diese Diskrepanz zwischen Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern bleibt ein prägender Faktor im Markt und führt weiterhin zu selektiveren Prozessen und längeren Verhandlungsphasen.
Strategische Zukäufe im Fokus
Die strategische Bedeutung von M&A bleibt unverändert hoch. Ein Großteil der Unternehmen beschäftigt sich aktiv mit Zukäufen, während auch Verkaufsprozesse auf einem stabilen Niveau stattfinden. Im Zentrum der Zukaufsstrategien stehen weiterhin die Stärkung der Marktposition, der Zugang zu neuen Märkten sowie Know-how und Technologien. Transaktionen erfolgen überwiegend im Kerngeschäft und unterstreichen die langfristige Ausrichtung der Unternehmen.
Portfoliofokus prägt die Verkaufsseite
Auf der Verkaufsseite dominieren Corporate Divestitures, Nachfolgeregelungen und wachstumsbedingte Portfolioanpassungen. Diese Motive spiegeln den anhaltenden Trend wider, Geschäftsportfolios gezielt zu optimieren und Ressourcen stärker auf strategisch relevante Bereiche zu konzentrieren. Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld gewinnt diese Fokussierung zusätzlich an Bedeutung.
Rückgang bei Abbrüchen – strukturelle Hürden bleiben
Die Zahl der Transaktionsabbrüche ist im Vergleich zum Vorquartal leicht zurückgegangen, betrifft jedoch weiterhin rund ein Drittel der Unternehmen. Hauptgründe bleiben unterschiedliche Kaufpreisvorstellungen, ergänzt durch Erkenntnisse aus der Due Diligence sowie operative Entwicklungen im laufenden Geschäft. Damit bleiben zentrale Herausforderungen im Transaktionsprozess bestehen.
Ausblick: Stabilisierung mit vorsichtigem Optimismus
Insgesamt zeichnet der M&A Klima Monitor für das erste Quartal 2026 das Bild eines weiterhin anspruchsvollen, aber zunehmend stabileren Marktes. Verbesserte wirtschaftliche Erwartungen und eine konstant hohe strategische Aktivität bilden eine Grundlage für eine mögliche schrittweise Festigung im weiteren Jahresverlauf – auch wenn das Umfeld weiterhin von Unsicherheiten geprägt bleibt.
Gesamte Auswertung: https://bm-a.de/news-media-hub/#klimamonitor